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Was uns bewegt>> SEXSEXSEX 134 -Schwierige Beziehungen <<
Vier Menschen, drei FreundInnen, zwei Beziehungen: Das erste Paar ist wohl glücklich, warum sonst ziehen sich die beiden zurück und sie (weil nur sie mit uns befreundet) lässt sich im Freundeskreis so gut wie gar nicht mehr blicken? Ihr Problem - von Außen gesehen: Er ist Alkoholiker. Geht schwarz arbeiten, aber immerhin, das war nicht immer so - das mit dem Arbeiten. Es gab schon Zeiten, da lebte er auf ihre Kosten. Ob das immer noch so ist, weiß man nicht, sie lässt sich ja nicht mehr blicken. Das zweite Paar ist nur am Streiten. Sieht so aus, als ob sie nicht wirklich zusammenpassen, beflegeln sich, zipfen sich an. Wenn er schon mal gut drauf ist, dann hält sie das nur kurz aus, dann wird sie zickig. Warum das so ist, weiß sie nicht. Nicht einmal fährt sie mitten in der Nacht heim von ihm, weil sie streiten. Sicherheitshalber schaut sie sich auch intensiv am Männer-Markt um. Doch kaum hat sie einen Netten gefunden, meldet sich der andere, und sie fährt zu ihm. O-Ton: “Wenn er sagt spring, frag ich wie hoch”. Komisch von einer Frau zu hören, die sonst eigentlich ziemlich tough ist. In der heutigen Krone hat sich Gerti Senger dem Thema angenommen. Sie bezeichnet derartige Verbindungen als Schreckensbeziehungen. Die zweite würde ich auch so bezeichnen, bei der ersten weiß ich ja nicht, wie die Beziehung zwischen den beiden tatsächlich ist. Jedenfalls geht Senger davon aus, dass es nicht der Sex ist, der sie aneinander fesselt. Zwar logisch, aber unwahrscheinlich. Okay. Hätte ja sein können. Die Sexpertin geht von einen anderen Hintergrund aus: “die Zuflucht beim Schrecklichen: Was Angst mache, kann anziehend werden. In Schreckenssituationen ragieren Tiere und Menschen mit einem Kampf- oder Fluchtimpuls. Wer sich stark genug fühlt, kämpft zuerst einmal. Geht sich ein Kampf nicht aus, heißt es flüchten Aber der Mensch ist ein ‘Den-Tier’ mit einem straken Drang nach Sinngebung. So kommt es, dass seine gemarterten Nerven den Schrecken, vor dem man eigentlich davon rennen sollte, als etwas Positives, Schützendes. Stärkendes interpretieren: “Er schützt mich.” “Ohne sie bin ich nicht so kreativ.” Anstatt zu flüchten, wird beim Schrecken Zuflucht gesucht. Urvölker veehrten das, was sie schreckte, als heilig. Auch in dem Wort Ehrfurcht ist die Furcht vor dem Verehrten aufzuspüren. In der modernen Psychologie ist dieses Phänomen als ‘Stockholm-Syndrom’ bekannt: Entführungsopfer sympathisieren oft mit den Tätern, manchmal verlieben sie sich sogar in ihre Peiniger.....” Okay, gequält werden die beiden Mädels nicht. Zumindest körperlich nicht. Und Angst gibt es in beiden Bezirhungen nicht. Das zweite Paar schenkt sich gegenseitig nichts, die üben zu gleichen Teilen eine Art Psycho-Terror aus. Beim ersten Paar dachte ich ja eher an Co-Abhängigkeit. Aber vermutlich wird man das nie so genau sagen können, was die Vier wohl so zusammenhängt. Und verstehen werde ich zumindest drei davon auch nie (mit dem Alkoholiker habe ich keinen Kontakt). Warum tut man sich sowas bloß an? Ist das Leben nicht viel zu kurz, um sich so viel Stress anzutun? von kadooshRedaktion am 07.02.2010 um 05:52 pm | 61 x gelesen kadoosh - Subjektiv wie immer! Was ihr schon dazu gesagt habt:Aber wieso will jemand leiden? Und warum soll eine Veränderung anstrengend sein. Ich würde es vermutlich anstrengender finden, mich in einer Beziehung aufzureiben.
von kirsche am 07.02.2010 um 08:58 pm
"warum will jemand leiden?”, das hab ich auch nie verstanden, wenn ich anderen leuten zugeschaut hab. aber in wahrheit ist man selber nicht besser. es ist eine art, die realität nicht anzunehmen, sich der wahrheit nicht zu stellen. glaub ich.
von kaash am 08.02.2010 um 03:16 pm
Naja, ich hab eine Freundin, die leidet schon unter ihrer Beziehungssituation. Sie weiß aber nicht, warum sie nicht geht.
von kirsche am 08.02.2010 um 04:17 pm
ich glaube, dass man es von klein auf so gewohnt ist und noch nicht bemerkt hat, dass man mittlerweile erwachsen und handlungsfähig ist und sein Leben selber in der Hand hat. Das spielt sich natürlich im Unbewussten ab, deshalb funktioniert das Spiel ja auch ...
ja, die Realität nicht sehen wollen/können ist auch ein Teil von dem ganzen ... von am 08.02.2010 um 04:36 pm
Wenn das aber die erste Beziehung ist, die so läuft?
von kirsche am 08.02.2010 um 11:36 pm
Alterstollerei
von am 08.02.2010 um 11:38 pm
da spielt vermutlich viel zam. Dr.in Sommer, ihre diagnose???
von kaash am 09.02.2010 um 11:14 am
War’s nicht Winter?
von kirsche am 11.02.2010 um 04:28 pm
also was das mit dem stockholm-syndrom zu tun haben soll??? kann ich nicht ganz nachvollziehen.
persönlicher ratschlag an beide damen: weg von den männern & neue, die ihnen GUT tun suchen/finden. von am 14.02.2010 um 04:48 pm
natürlich “winter”, sehr gut aufgepasst!
nun zu den beziehungskisten: bei fall 1 erscheint mir die “co-abhängigkeit” recht ausgeprägt. bevor man sich mit einem alkoholiker zeigt bleibt man lieber zu hause. das ist auf dauer kein guter zustand. ergo: entzug (des mannes vom alk & der freundin vom mann) dringend empfohlen. bei fall 2 schaut´s mir schwieriger aus: dieser hop-on/hop-off-zustand dürfte irgendwas sinnvolles haben. vielleicht einfach nur, dass sie DEN (den mann) mit all seinen macken schon kennt & sich daher nicht wirklich auf jemand neuen einlassen muss. vorläufige diagnose also: bequemlichkeit. von am 14.02.2010 um 04:54 pm
ich kann euch versprechen: alles, wirklich alles, ist lösbar. wenn man nur die richtige(n) diagnose(n) kennt…
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und solange der leidensdruck nicht groß genug ist, zieht man den status quo einer schreckensbeziehung einer anstrengenden veränderung vor ...