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>> Bin ich egoistisch! <<

Warum sollte ich für einen Freund im Lotto spielen?

Okay, es kostet nix, oder nur 70 Cent. Dafür kann man die Handynummer eines Freundes angeben. Und wenn der nett ist, schickt er dann auch meine. Und so können wir beide eine Million gewinnen. Wenn der sie nicht schickt, er aber gewinnt, bin ich aber sauer. Weil: Ob der wohl teilt?

Außerdem frage ich mich, warum das Mitspielen nur 70 Cent kostet, man aber eine Million gewinnen kann. Wollen die vielleicht Telefonnummern sammeln? Um sie dann für andere Zwecke zu verwenden.

Für alle, die weniger egoistisch sind als ich: http://www.lottelo.at

Und heute gibt es auch schon eine OTS-Aussendung zum Spiel:

Suchprofil “BZ”

Konsumenten/Glücksspiele/Jugend/Recht/VKI
2010-02-08 / 10:10:35 / Verein für Konsumenteninformation
VKI warnt vor Lottelo

Utl.: Finanzministerium sieht konzessionspflichtiges Glücksspiel und weist
auf mögliche Gebührenpflicht des Spielers hin. VKI klagt
Lottelo auf Unterlassung. =

Wien (OTS/VKI) - Auf der Homepage des Finanzministeriums
(http://www.bmf.gv.at) findet sich eine rechtliche Beurteilung von
“Lotteriespielen über Mehrwert-SMS”. Das Ministerium sieht ein Spiel
wie Lottelo als entgeltliches Glücksspiel an, für das man eine
Konzession benötigen würde. Weiters warnt das Ministerium die
Spielteilnehmer (= Loskäufer und nicht Gewinner) vor einer
allfälligen Gebührenpflicht - bei Gewinn der Million in Höhe von
250.000 Euro. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat - im
Auftrag des Konsumentenschutzministeriums - bereits eine
Unterlassungsklage gegen Lottelo eingebracht. Das Gewinnspiel schafft
für die ungefragten “Freunde” einen psychologischen Zwang, ebenfalls
für den “Freund” mitzuspielen. Das Spiel ist einem - verbotenen -
Schneeballsystem ähnlich. Insbesondere Jugendliche sind gefährdet,
sich durch exzessives Spielen sogar zu verschulden.

Seit einigen Wochen läuft die breite Marketing-Kampagne von
Lottelo. Man gibt sich den Anschein von Nächstenliebe: Nicht der
eigentliche Spieler kann gewinnen, sondern nur ein von diesem
beglückter “Freund”. Was von Lottelo als besonders “sozial”
dargestellt wird, entpuppt sich als genialer, aber sehr gefährlicher
Marketing-Trick. Ganze Freundeskreise werden nach der Methode - “wenn
Du für mich spielst, dann spiele ich für Dich” - eingebunden. Denn
das Motto von Lottelo lautet: “Mag er Dich, dann spielt er auch für
Dich.”

Dieses Prinzip erzeugt einen erheblichen psychologischen Zwang bei
den “Freunden”, ebenfalls mitzuspielen. Daraus entsteht ein
Schneeball-System. Täglich kann man neu sein Glück versuchen -
täglich wird man gereizt, wieder mitzuspielen. Ist das Spiel einmal
in Gang, dann kann sich Lottelo über hohe Gewinne freuen. Die
Teilnehmer werden in der Regel enttäuscht werden - die Chancen zu
gewinnen sind denkbar gering.

Die Werbung und die Gestaltung des Spieles zielen vorrangig auf
Jugendliche. Zwar muss man 16 Jahre alt sein, um mitzuspielen, doch
das wird - solange man zahlt - nicht kontrolliert. Nur wenn der
völlig unwahrscheinliche Fall eintritt, dass man gewinnt, ist das
Alter nachzuweisen. Ist man unter 16 Jahre, bekommt man den Gewinn
nicht ausbezahlt. Jugendliche werden also ohne wirksamen Schutz
umworben und zum Mitspielen angeregt. “Aus den Schuldnerberatungen
ist bekannt, dass solche niederschwelligen Gewinnspiele oft der Start
einer Schuldnerkarriere sein können”, warnt Dr. Peter Kolba, Leiter
des Bereichs Recht im VKI.

Im Hinblick auf die Klage gibt sich Kolba optimistisch: “Wir
rechnen mit einem raschen und klaren Verbot durch das Gericht. Bis
aber ein Urteil rechtskräftig vorliegt, gilt unsere Warnung
insbesondere an Jugendliche, nicht dem Marketing-Schmäh von Lottelo
auf den Leim zu gehen!”

Weitere Informationen zur Klage gegen Lottelo gibt es auch auf
http://www.verbraucherrecht.at.

von kirsche am 08.02.2010 um 11:55 am | 74 x gelesen

Was ihr schon dazu gesagt habt:

sie probieren es eben immer weider…

von kaash  am  08.02.2010  um  03:14 pm

Und nun die Stellungnahme von Lotello (auf zwei Einträge aufgeteilt, weil zu lang:

2010-02-08 / 14:51:08 / ACCEDO Austria GmbH
LOTTELO - Das Gewinnspiel für Freunde - Stellungnahme von Daniel Goldscheider; CEO LOTTELO GmbH

Utl.: BMF stützt sich auf falsche Annahmen =

Wien (OTS) - Wie die Medien verkünden, warnt das Bundesministerium
für Finanzen auf seiner Homepage in einer rechtlichen Beurteilung vor
LOTTELO als “Lotteriespielen über Mehrwert-SMS”.
Laut Glücksspielgesetz, unter das LOTTELO laut BMF fallen soll, ist
LOTTELO ein entgeltliches Glücksspiel, für das man eine Konzession
benötigen würde. Weiters warnt das Ministerium die Spielteilnehmer (=
Loskäufer und nicht Gewinner) vor einer allfälligen Gebührenpflicht
bei Gewinn der Million in Höhe von 250.000 Euro.

Dazu Daniel Goldscheider, CEO LOTTELO GmbH:
“Das BMF hat nie mit uns Kontakt aufgenommen und ist an die Medien
gegangen, ohne mit LOTTELO gesprochen zu haben. So mussten wir aus
dem Kurier erfahren, dass das BMF die rechtliche Zulässigkeit von
LOTTELO prüft und aus dem ORF Morgenjournal, zu welchem Ergebnis
diese Prüfung offenbar gekommen ist. Uns wurde weder Parteiengehör
eingeräumt noch sind wir von den veröffentlichten Anschuldigungen
vorab informiert worden,” wundert sich Daniel Goldscheider, CEO von
LOTTELO.

von kirsche  am  08.02.2010  um  04:16 pm

Dieses Verhalten ist umso bedauerlicher, da die Rechtsansicht des
BMF aus der Sicht von LOTTELO grundlegend falsch ist:
“Übersehen wird vom BMF, dass der Spielvertrag ausschließlich
zwischen der LOTTELO GmbH und dem Spielteilnehmer (und nicht auch dem
Gewinner) zustande kommt und dass der Spielteilnehmer zu keinem
Zeitpunkt gewinnberechtigt ist. Offenbar hat sich das BMF noch nicht
einmal die Mühe gemacht, die allgemeinen Bedingungen von LOTTELO
durchzulesen. (Dies zeigt sich u.a. daran, dass - unrichtig - davon
ausgegangen wird, dass eine Postkartenteilnahme nur mit frankierten
Postkarten möglich ist.).”

“Auch der ORF, der im Übrigen an den Österreichischen Lotterien
beteiligt ist, hat uns leider keine Gelegenheit zur Stellungnahme
gegeben. Dafür hat er Herrn Staatssekretär Lopatka zu Wort kommen
lassen, der öffentlich darüber spekulieren durfte, was passiert, wenn
sich “der Spielbetreiber absetzt”. Wir stellen hiermit klar, dass die
LOTTELO GmbH über eine ausreichende Kapitalausstattung verfügt und
nicht daran denkt, sich abzusetzen. Das Spiel ist mit EUR 365.000.000
(!) im ersten Jahr versichert und garantiert täglich die Möglichkeit,
eine Million Euro zu gewinnen,” führt Daniel Goldscheider aus.

von kirsche  am  08.02.2010  um  04:16 pm

"Wir erwarten, dass uns die Möglichkeit gegeben wird, unser
Spielmodell in einem rechtsstaatlich korrekt geführten Verfahren
darzustellen und uns Vorwürfe in Zukunft nicht via Medien an den Kopf
geworfen werden. Wir erwarten als österreichisches Unternehmen
weiter, dass sich die Politik gegenüber unserem Unternehmen nicht
geschäftsschädigend äußert, ohne sich auch nur die Mühe gemacht zu
haben, zumindest unsere Spielbedingungen (http://www.lottelo.at)
vorher durchzulesen,” so Daniel Goldscheider.

Hintergrundinformationen:

Das Spiel:
Das Spiel ist vom Prinzip her ganz einfach. Per Mehrwert-SMS zum
Preis von je 70 Eurocent schickt der LOTTELO-Spieler die
Mobiltelefonnummer eines Freundes, dem er zum großen LOTTELO
Hauptgewinn verhelfen will, an die kostenpflichtige Mehrwertnummer
0900 200 600. Kurz darauf erhalten sowohl der LOTTELO-Spieler als
auch der LOTTELO-Freund, dessen Nummer gesetzt wurde, per SMS eine
Teilnahmebestätigung zugesandt - und schon ist er oder sie im Rennen
um die täglich ausgespielte Million.

Über LOTTELO GmbH:
Die LOTTELO GmbH ist eine 100%-Tochter der Schweizer LOTTELO AG.
Gründer und Geschäftsführer Daniel Goldscheider hält 85 Prozent der
Anteile. Die i4g Investment GmbH ist zu ca. 15% an der LOTTELO AG
beteiligt und repräsentiert Privatinvestoren, für die sie
Unternehmensbeteiligungen betreut und treuhändig verwaltet.
Die LOTTELO GmbH betreibt ein mobiles Gewinnspiel, das nicht dem
Österreichischen Glücksspielmonopol unterliegt.

von kirsche  am  08.02.2010  um  04:16 pm

riesengroßes klumpat, das!

von  am  14.02.2010  um  04:45 pm

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